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A Wall by any other name


 

Die Inspiration für die Entstehung des Stückes kommt von einer Kinderzeichnung. "A Wall by Any Other Name" beschäftigt sich mit der Ambivalenz von Mauern: Mauern, die wir uns bauen, um uns zu schützen, die Schutz bieten sollen, aber auch Begrnzung sind, die das, was sie beschützen sollen, einsperren.

Bereits in ihrer Ausbildungszeit an der Tanzakademie balance1 griff sie das Thema der inneren Mauern auf, um es in einer Soloperformance mit einem zwei Meter großen Brett zu bearbeiten. Nach seiner Uraufführung in den Räumlichkeiten der Tanzakademie balance1, führte sie das Stück noch ein weiteres Mal in Berlin im Zusammenhang mit dem Festival "Patchwork on Stage" in der Max-Taut- Aula auf.

Danach folgte eine Vorstellung in der Vornominierungsrunde für das ungarische Szóló Duo Fesztival in Köln. Nachdem das Stück für das Festival ausgesucht wurde, begann die intensive Überarbeitung des Stückes. Der ursprüngliche Name "Stell dir vor, du wärst ein Rosenbusch" hatte sich schon verändert. In Köln wurde es bereits unter dem neuen Namen "Rising and Falling" und in erster veränderter Form aufgeführt.

Vorbereitend auf das Budapester Festival arbeitete Anika Bendel zusammen mit der Bonner Tänzerin und Choreographin Bärbel Stenzensberger. Die zeitgenössichen, elektronischen Klänge des Kölner Komponisten Jörg Ritzenhoff sollten eine passende Musik für das Stück schaffen.

Während einer Residenz im Tanzhauses Köln Interim, arbeitete Anika Bendel mit der Tänzerin und Choreographin Nada Kokotovic. Für den Abend "Absolute Beginners" wurde "A Wall by Any Other Name" als zwanzig Minuten Stück aufgeführt.

 

 

Zeitungskritiken


"Experimentell und ausdrucksstark tanzt Anika Bendel von der Hochschule für Musik und Tanz (Köln) in ihrem Solo „Rising and Falling“ mit einer mannshohen Platte, die tatsächliche und vermeintliche Widerstände symbolisiert.
Erstaunlich, wie das Material zum imaginierten Partner wird und mal gegen oder mit ihm getanzt wird. Eine grandiose Idee, zudem tänzerisch hervorragend umgesetzt."

(Klaus Keil, Kölner Rundschau)

 

"Mauern können Schutz sein, aber auch einengen. Das Stück ´A Wall by any other name´ von und mit Anika Bendel beschäftigt sich mit der Mehrdeutigkeit von inneren Mauern. Inspiriert durch eine Kinderzeichnung, schuf die junge Choreographin ein ausdrucksstarkes Pas- de- Deux: Sie tanzt mit einer mannshohen Platte, die ihr als Mauer mal Schutz bietet, mal als Hindernis auf den Beinen liegt.

Ihr Körper lehnt sich auf gegen die strenge Geometrie der Mauer und flüchtet sich doch wieder dahinter - oder ist auf ihre Stütze angewiesen. Mit der starren Platte als ihren Counterpart gelangen [Bendel] puristische Momentaufnahmen voller Symbolkraft."

(Johanna Heckeley, Kölner Stadtanzeiger)